{"id":34,"date":"2011-01-16T23:44:31","date_gmt":"2011-01-16T22:44:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/?page_id=34"},"modified":"2019-04-13T13:05:39","modified_gmt":"2019-04-13T11:05:39","slug":"der-vergleich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/?page_id=34","title":{"rendered":"K\u00e4fer und Porsche im Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Ich meldetet mich f\u00fcr August 2010 beim Pistenclub zum Trackday <a href=\"https:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/?page_id=1235\">(Bilder)<\/a> auf dem GP-Kurs des N\u00fcrburgrings an, den ich mit meinem Porsche 964 seit 2003 regelm\u00e4\u00dfig besuche. Meine Erwartungshaltung war sehr bescheiden, da die Aerodynamikeigenschaften des K\u00e4fers diametral zu den Anforderungen der Rundstrecke stehen. Vorsichtig begann ich die GP-Strecke mit dem K\u00e4fer zu erkunden und war \u00fcber die gute Fahrbarkeit sehr \u00fcberrascht.\u00a0 Leider hatte meine Performance Box keine Zeiten aufgenommen, aber eins war klar: Das Fahren machte Megaspa\u00df und der K\u00e4fer war nicht der Langsamste im Feld. Und das Interesse des Publikums war ebenfalls deutlich h\u00f6her als bei den meisten Serien-Sportwagen oder an meinem Porsche.<\/p>\n<div style=\"width: 525px;\" class=\"wp-video\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');<\/script><![endif]-->\n<video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-34-1\" width=\"525\" height=\"295\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/wp-content\/uploads\/N\u00fcrburgring_S_13092010_iP.m4v?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/wp-content\/uploads\/N\u00fcrburgring_S_13092010_iP.m4v\">https:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/wp-content\/uploads\/N\u00fcrburgring_S_13092010_iP.m4v<\/a><\/video><\/div>\n<p>Also wurde der n\u00e4chste Termin im September gebucht. Diesmal funktionierte die Datenaufzeichnung. Ich fuhr 25 Runden, hatte aber mit einem v\u00f6llig \u00fcberhitzten Motor zu k\u00e4mpfen, der mich regelm\u00e4\u00dfig zu K\u00fchlpausen zwang. Aber die Zeiten waren sensationell, da sie auf dem gleichen Niveau wie die meines Porsche 964 mit 300 PS und dem vollen Technikprogramms eines Clubsportlers lagen.\u00a0 Die Filmaufnahmen best\u00e4tigten die Zeiten: Viele Stra\u00dfensportwagen konnten \u00fcberholt werden, nur einige Supersportler (GT3 RS, Nissan GTR etc.)\u00a0 waren auf der Geraden schneller und die Caterhams in der Kurve.<\/p>\n<p>Nun wollte ich es genau wissen: Beide Autos unter gleichen Bedingungen testen. Am 1. Oktober war es soweit. Mit beiden Fahrzeugen wurden abwechselnd Daten aufgezeichnet und Videos gedreht.<\/p>\n<p>Noch eine Anmerkung vorweg: Ich bin Porsche Fan und bin auch schon 993 Turbo WLS 2 mit \u00fcber 500 PS auf der Rennstrecke gefahren. Au\u00dferdem fahre ich 2-3-mal j\u00e4hrlich mit meinem 964 auf der GP N\u00fcrburgring oder Hockenheim. Aber was mein alter K\u00e4fer an diesem Tag geleistet hat, habe ich erst nach Tagen begriffen. Nun zu den Details und Analysen:<\/p>\n<p>Subjektiv lag der K\u00e4fer beim hinein bremsen in Kurven besser und beschleunigte besser aus den Kurven heraus. Er ist in den Kurven bis 120 km\/h einfacher zu fahren und deutlich gutm\u00fctiger (l\u00e4ngerer Achsstand!?). Der Porsche hat Vorteile beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten und in den schnellen Kurven liegt er ruhiger.<\/p>\n<p>Objektiv wird dies von der Datenaufzeichnung best\u00e4tigt:<\/p>\n<table cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">Fahrzeuge:<\/td>\n<td valign=\"middle\"><a href=\"http:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/?page_id=27\">K\u00e4fer 1303 S <\/a>(1973)<\/td>\n<td valign=\"middle\"><a href=\"http:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/?page_id=29\">Porsche 964 C2 <\/a>(1992)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">Leistungsgewicht mit\/ ohne Fahrer:<\/td>\n<td valign=\"middle\">4,5\/ 4,8\u00a0 kg\/PS<\/td>\n<td valign=\"middle\">4,1\/ 4,3 kg\/PS<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"middle\"><span style=\"color: #ff0000;\">2011:<\/span><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"middle\"><span style=\"color: #ff0000;\">3,9\/ 4,2 kg\/PS\u00a0<\/span><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"middle\"><span style=\"color: #ff0000;\">4,1\/ 4,3 kg\/PS<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">Ort:<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"middle\">N\u00fcrburgring Grand Prix-Strecke, Okt. 2010<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">Zeitmessung:<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"middle\">GPS-Datenrecording (Performance Box von Leitspeed)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">Rundenzeiten:<\/td>\n<td valign=\"middle\">2,317 s<\/td>\n<td valign=\"middle\">2,305 s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"middle\"><span style=\"color: #ff0000;\">Bestzeit ( bis 2011)<\/span><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"middle\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>2,292 s \u00a0<\/strong><a href=\"http:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/?page_id=660\"><span style=\"color: #ff0000;\">mehr<\/span><\/a><\/span><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"middle\"><span style=\"color: #ff0000;\">2,305 s<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">Top-Speed:<\/td>\n<td valign=\"middle\">190 km\/h<\/td>\n<td valign=\"middle\">206 km\/h<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">G-Force Kurve<\/td>\n<td valign=\"middle\">1,3 g<\/td>\n<td valign=\"middle\">1,3 g<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"middle\">G-Force Bremse<\/td>\n<td valign=\"middle\">1,2 g<\/td>\n<td valign=\"middle\">1,25 g<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die geringe Zeitdifferenz war auf den ersten Blick sehr \u00fcberraschend, da der Porsche auf der Geraden deutlich schneller ist und die G-Force-Werte nahezu gleich sind. Eine stundenlange Auswertung der Daten machte dann klar, woran es liegt: Der K\u00e4fer punktet beim beschleunigen, da das Getriebe besser zur Strecke passt. Aber insbesondere kann er einfacher und damit \u00f6fter bzw. l\u00e4nger an der Haftgrenze gefahren werden. Der Porsche kann dies zwar am Ende der Geraden wieder herausholen und sich leicht absetzen. Auch ist der Porsche dank ABS leichter zu bremsen, zumal die Bremsbalance des K\u00e4fers noch nicht optimal ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/wp-content\/uploads\/101001_1.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-195\" title=\"101001_1\" src=\"http:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/wp-content\/uploads\/101001_1.png\" alt=\"\" width=\"830\" height=\"575\" srcset=\"https:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/wp-content\/uploads\/101001_1.png 830w, https:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/wp-content\/uploads\/101001_1-300x207.png 300w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Trotzdem liegt der K\u00e4fer auf 90 % aller Streckenabschnitte vorn und ist grunds\u00e4tzlich das schnellere Fahrzeug bez\u00fcglich der Rundenzeit. Diesen verspielt er an einer Stelle: Die schnelle Kurve (ca. 160 km\/h) auf der Gegengerade kann man mit dem Porsche voll nehmen. Beim K\u00e4fer traue ich mich noch nicht, da er unruhig wird. Dies ist wohl der schlechten Aerodynamik zuzurechnen. Dadurch ist der K\u00e4fer am Ende der Gegengerade 25 km\/h langsamer als der Porsche.<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt <a href=\"http:\/\/www.motorsport-kaefer.de\/?page_id=660\">2011&#8230;.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich meldetet mich f\u00fcr August 2010 beim Pistenclub zum Trackday (Bilder) auf dem GP-Kurs des N\u00fcrburgrings an, den ich mit meinem Porsche 964 seit 2003 regelm\u00e4\u00dfig besuche. Meine Erwartungshaltung war sehr bescheiden, da die Aerodynamikeigenschaften des K\u00e4fers diametral zu den Anforderungen der Rundstrecke stehen. 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